Commons brauchen Geschlechterforschung! Plädoyer für einen feministischen Ansatz

Wer von Commons spricht, kann ganz Unterschiedliches meinen: Lokale Initiativen zur Kollektivierung von Wohnraum, kollektiv bewirtschaftete Acker- und Forstflächen oder die Bereitstellung von Open-Source-Lizensierungen und Software, von politischen Programmen zur Bürgerbeteiligung bis hin zu postkapitalistischen Zukunftsentwürfen einer Bedürfnisbefriedigung jenseits von Markt und Staat – der Begriff wird sehr vielfältig mobilisiert. Historisch bezieht er sich auf …
Weiter lesen

#MeinSchreibtisch: Karin Sardadvar

Mein Schreibtisch ist noch im Aufbau. Ich experimentiere noch mit der besten Sitzrichtung, der praktischsten Nutzung, den wichtigsten Gegenständen. Ich bin seit April 2022 an der Humboldt-Universität – und seitdem in Berlin. In den letzten Jahren habe ich vor allem in Wien gearbeitet; der Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Schon seit einigen Jahren ist …
Weiter lesen

„A Ribbon Around Their Necks“: Male Anxieties and Late Ottoman and Turkish Narratives of Female Homoeroticism

In 1928, neuropsychiatrist Fahreddin Kerim Gökay wrote that some “sapphist” women liked to wear ties in addition to short socks, men’s shoes, and a short haircut ([Gökay] 1928). The Turkish equivalent he used for sapphist was sevici, which was popular among his contemporaries, along with zürefâ and sahakâ, both of which originated in Arabic. Although it …
Weiter lesen

#AusDemSeminarraum: Geschlecht und Klimawandel

Wiederkehrende Schlagzeilen wie „The eco gender gap“ (The Guardian), „Bei Dürren sterben mehr Frauen“ (taz) und „Climate change ‚impacts women more than men‘“ (BBC) weisen auf die geschlechtliche Dimension des Klimawandels hin. Doch wie genau sind Geschlecht und Klimawandel miteinander verbunden? Im Seminar „Geschlecht und Klimawandel – transdisziplinäre Perspektiven“ haben wir uns mit verschiedenen thematischen …
Weiter lesen

Grenzen überwinden. Recht als Ressource in Konflikten der Erwerbsarbeit

Wenn Gewerkschaften, aber auch Selbstständigenverbände oder transnationale Arbeiter:innenbewegungen Beschäftigtenrechte einfordern, ist dieses kollektive Handeln hoch vergeschlechtlicht und zumindest implizit immer auch mit Konflikten um Zugehörigkeit und Teilhabe verbunden. Dabei wird Recht zunehmend als Ressource gerade für solche Interessen relevant, die in dem auf Repräsentation und Mehrheitsentscheidung ausgerichteten Handeln traditioneller Interessenvertretung nur unzureichend erfasst werden. Dieses …
Weiter lesen

Feminismus und Elternschaft: (wie) geht das zusammen? Ein Handbuch versammelt 50 Beiträge zu diesem Thema

Die Verbindung von Feminismus und Elternschaft ruft unter Feminist*innen unterschiedlichste Positionen hervor. Elternschaft – für viele Feminist*innen bedeutet(e) dieses Thema einen Widerspruch zu einem emanzipierten Leben. Für sie stellt Elternschaft den unvermeidbaren Weg in traditionelle Geschlechterverhältnisse dar, den es zu umgehen gilt. Für viele gilt die Entscheidung für ein Leben ohne (eigene) Kinder als der …
Weiter lesen

#MeinSchreibtisch: Fritzi-Marie Titzmann

Die Ordnung auf meinem Schreibtisch und die recht kahlen Wände dahinter lassen sowohl auf den eben erst erfolgten Neubezug dieses hellen Büroraums im Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) in der Invalidenstraße 118 schließen, als auch auf die immer noch recht spärliche Nutzung dessen. Die letzten Monate waren gekennzeichnet durch einen andauernden Spagat zwischen Homeoffice  …
Weiter lesen

#nachgefragt: Das Podcastformat des Genderblogs

Folge 4: Lehren unter Coronabedingungen mit Katharina Jacke, Christine Wimbauer, Martina Bengert und Yumin Li Skript des Podcasts als PDF-Datei Die Temperaturen steigen und pünktlich zum Frühlingsbeginn startet das Sommersemester. Wir können uns über Lehren und Studieren in Präsenz freuen. Doch bevor wir die digitalen Semester hinter uns lassen, wollen wir nochmal kritisch auf sie …
Weiter lesen

Exzellenzträume der Wissenschaft – Ein Tagungsbericht 

Ein Bündel Krisen und Veränderungen (u.a. Bologna-Prozess, „Pisa-Schock“,  Shanghai-Ranking) führte Anfang der 2000er Jahre zu einer umfassenden Reform des deutschen Hochschulsystems, die sich auch in der 2005/06 von Bund und Ländern getragenen Exzellenzinitiative realisierte. Diese nationale Kompensationsstrategie in Reaktion auf Momente narzisstischer Kränkung (J. B. Köhne) sollte dazu verhelfen, das angeknackste Selbstbild eines Landes der …
Weiter lesen

Auspowern und Empowern? Queer-feministische Sportkultur und das Konzept von Empowerment durch Sport

Wie viel Selbst-Ermächtigung steckt für queere Menschen in der sportiven Formung des eigenen Körpers? Welche Ambivalenzen und paradoxen Normativitäten sind mit der Idee eines nicht-normativen Empowerment durch Sport verbunden? Diesen und anderen Fragen gehe ich in meiner Dissertationsschrift „Auspowern und Empowern? Eine Ethnografie queerer Fitnesskultur“ empirisch nach. Gesellschaftliche Unterdrückung und Abwertung äußert und manifestiert sich …
Weiter lesen